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Bücher, die die Welt (nicht) braucht

In aller Munde: der neue Roman ‚Schoßgebete‘ von der Spezialistin des Schmuddels  C.Roche.

Ich habe ihn nicht gelesen und werde ihn nicht lesen.

Aber ich sehe daran, wie es einer gigantischen Medienmaschinerie gelingt, ein Werk nur durch Werbung zum Verkaufsschlager zu machen. Die Medien machen aus jedem Buch ein interessantes Buch und oft aus einem schlechten auch ein gutes.

Werbung, die unsereins weiß Gott gut gebrauchen könnte. Selbst Trommeln und Schaumschlagen sind nicht die Mittel, die ein unbekannter  Autor einsetzen sollte. Dafür wird er in der Szene schnell gemobbt.

Der Weg zum Bestseller ist somit durch die Kritiken in den Medien vorgezeichnet. Aber Bestseller ist nicht unbedingt das Attribut für gute Literatur. Das mag für die erfolglosen Schriftsteller ein schwacher Trost sein.

Wer auf die entsprechende Seite einer Onlinehändlers geht, liest dort überwiegend negative Rezensionen. Was haben diese Leser erwartet? Eine Läuterung zur christlichen Autorin? Sie wussten genau, was sie für knappe 20 Euro erwarben.

Wenn jemand eine Freundin wie Roche hat, oder eine Nachbarin, wird er ihr irgendwann dringend psychotherapeutische Hilfe anraten. Diese genießt allerdings die (in der Kindheit nicht vorhandene?) Zuwendung und Aufmerksamkeit mit jedem Zeitungsartikel und mit jeder Fernsehsendung.

Es beweist, dass sich fast jeder, der sein Gesicht schon der  Öffentlichkeit präsentiert hat und hier und da ein Skandälchen vorweisen kann,  gleich zum Schreiben genötigt fühlt, und was viel schlimmer ist, seine Ergüsse auch noch verkauft. Jene, die diese Bücher erwerben, beweisen das.

Ich bin noch in der Lage, Ekel zu empfinden, und darauf bin ich stolz. Die Rezensionen über das Werk der Fäkalienliteratin reizen meine Magenschleimhaut bereits, ohne, dass ich einen Satz lesen muss.

eBook oder Printbuch

Ein eBook bedeutet Technik, im Printbuch steckt noch mehr Handarbeit, und es spricht andere Sinne an. Für Leser, die es wichtig finden, im Buch zu blättern, im Buch Notizen zu machen, mit Büchern Regale zu füllen oder in der Badewanne lesen zu können, überzeugen eBooks nicht wirklich. Andere wiederum nervt das Umblättern gewaltig.
Zuerst ist da die Anschaffung des Readers, und der ist wie alles, was neu auf den Markt kommt, erst einmal teuer, zu teuer, um ehrlich zu sein. Aber er macht sich schnell bezahlt, weil man mit ihm mobil ist. Wenn der Leser viele eBooks liest und keine große Wohnung hat, ist er im Vorteil, denn „diese digitalen Bücher“ verbrauchen keinen Platz im Haus. In den Urlaub möchte ich lieber einen Reader mitnehmen als einen Koffer voller Wälzer. Und ich kann mir in jedem Land, wo ich einen Internetzugang habe, neue Bücher herunterladen. Allerdings fahre ich sowieso nicht in den Urlaub, um zu lesen.
Ein Navi ist auch teuer und wird von vielen Autofahren dankbar genutzt. Ich finde es beim Autofahren auch nicht erquickend, wenn der Beifahrer mit der Landkarte rumfuchtelt und versucht sie auszubreiten, aber trotzdem den Weg nicht erklären kann. Die im Internet ausgespuckten Fahrtrouten sind…. Na ja, dazu sage ich nichts. 1:0 für die Technik
Bei der Wahl Tageszeitung oder Reader bin ich nicht nostalgisch, ich finde es fürchterlich, diese monströsen, überdimensionalen, nach Druckerschwärze stinkenden Blätter mit schwarz gefärbten Fingern auseinanderzufalten, umzublättern und hinterher wieder zusammenzufalten. Da gebe ich dem Reader klar den Vorzug.
Ich sehe nur nicht ein, warum sich Leser wundern, dass eBooks überhaupt etwas kosten. Warum sollen sie keinen angemessenen Preis haben? In ihnen steckt ebenso viel Energie wie im Printbuch. Das gilt besonders für den Autor. Am Printbuch, sowie am eBook verdienen genug andere Leute, und Schreiben ist ein harter Job. Für den Autor muss da auch was übrig bleiben. Für jede andere „Erwerbstätigkeit“ wird man schließlich auch bezahlt.
Ein eBook muss genauso lektoriert und korrigiert werden wie das gedruckte Exemplar, die Dateien müssen konvertiert werden, damit sie vom Reader gelesen werden können, und das Layout sollte auch stimmen. Wenn es schon ein Printbuch gibt, übernimmt das oft der Verlag.
Für unbekannte Autoren mit Geld können Internetfirmen damit beauftragt werden. Für einen Autor, der seine Manuskripte erfolglos an Verlage schickt, ist das eBook die Rettung überhaupt. Sofern er am PC sein Manuskript in eigener Regie in die richtige Form bringt und es optisch gut gestaltet, kann er es wie bei amazon z.B. kostenlos veröffentlichen.
Natürlich habe ich auch schon Angebote gesehen, die preislich 3-5 Euro über dem gedruckten Buch liegen, und da frage ich mich, welcher Teufel den (oft unbekannten) Schriftsteller reitet, wenn er solche Preise macht.
In punkto Nachhaltigkeit steht die E-Technik der Printtechnik in nichts nach. Der Reader verbraucht Strom, klar, mehr aber auch nicht. Noch macht sich niemand Gedanken über E-Müllberge, Entsorgung und Recycling, während es beim gedruckten Buch schon von der Herstellung des Papiers an mit viel Dreck und Chemie zugeht, und die Folgen davon wollen wir unseren Kindern eigentlich auch nicht hinterlassen. Nächste Frage: Ist Papier eine Ressource, die uns ewig zur Verfügung steht? Nein, es werden nicht weniger, sondern mehr Bücher und Journale gedruckt, da muss man schon mal auf die Präsenz der Wälder schauen.

Eins haben beide auf jeden Fall gemeinsam: Nichts spricht dagegen, sie mit ins Bett zu nehmen.

Aktion eBook

Der Weg ist der Weg,
und das Ziel ist das Ziel.

Würde ich fürs Schreiben und Korrigieren Stundenlohn erhalten, hätte ich mir schon einen Urlaub erarbeitet.
Aber ’ne Putzfee und ’ne Köchin wären auch schon mal eine Option.

Eine Woche werde ich noch brauchen, und dann gibt es mein erstes eBook bei amazon.
(Davon gibt es hier noch keine Leseprobe, Anmerkung)

Die Genesis neuer Feuchtgebiete

Hier, in diesem Klima, fühlt sich der Keim als solcher recht wohl.
Er will uns nichts Böses. Fortpflanzung und Arterhaltung sind auch sein
Bestreben.

Rehabilitation und Kaufrausch

Die Handlungsweisen der Menschen sind oft wunderlich.
Seitdem der Ruf der Gurken und Tomaten wieder vollständig hergestellt ist, war heute gegen Nachmittag in keinem Supermarkt mehr eine dieser liebeswerten Zeitgenossen zu ergattern.

Anmerkung: Führt der Verzehr von Unmengen dieser Gemüsesorten wegen vergangener längerer Entzugserscheinungen in der heutigen Nacht zu Durchfall oder Magen und Darmkrämpfen, bitte nicht hysterisch werden.

EHEC Krimi – Sprossen Limmi

Eine zarte Sprosse aus Uelzen
Beendet das lange rumsülzen
Salate, Tomaten und Gurken
sind nicht die wirklichen Schurken
Der Killer ist die keimende Bohne aus Hülsen

EHECmeck

EHECmeck

Der EHEC Erreger befand sich schon vor der derzeitigen Epidemie in der Magen- und Darmflora eines Rinds. Dort richtete er keinen Schaden an, weder beim Tier noch beim Menschen.

Das hat sich nun geändert, bei dem aktuellen, aggressiven Bakterium handele es sich laut Spiegel online http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,766285,00.html
um eine Kreuzung aus zwei Bakterienstämmen.

Das wirft Fragen auf:

Wie kam diese Kreuzung zustande?
Wie und wo gelangte der Keim dann auf das Gemüse?

Bei der Suche nach der richtigen Antwort schließe ich einen gezielten Anschlag einer terroristischen Vereinigung nicht mehr aus.

Das Augenmerk in der Terrorabwehr richtet sich zu stark auf wichtige Gebäude, Bahnhöfe, U-Bahnstationen. Vernachlässigt werden dabei andere Machtinstrumente wie z.B. Bioterrorismus.

Das Szenario der Angriffe auf eine abhängige Bevölkerung wird für Terroristen unerschöpflich werden. Züchtung von Bakterien und Viren, Konterminierung des Trinkwassers oder der Lebensmittel sind nur einige Aktionen von vielen möglichen. Sie richten sich nicht gezielt gegen bestimmte Menschen und Persönlichkeiten, sondern bezwecken Auslöschen ganzer Bevölkerungsgruppen nach dem Zufallsprinzip.
Dieser Terrorismus ist nicht mehr kontrollierbar.

Macht schafft Abhängigkeit. Macht macht Angst. Macht ernährt sich von Angst.